
Berlin 1936
- Braunschweig 1992
HP Zimmer, 1939 in Berlin geboren, wird früh durch seinen Onkel,
den Sammler Otto Ralfs, an Kunst herangeführt. An der Kunsthochschule
in Hamburg studiert Zimmer 1956/57 bei Prof. Kranz und Prof. Johannes
Itten. Danach wechselt er an die Kunstakademie München. Die Maler HP
Zimmer, Helmut Sturm und Heimrad Prem sowie der Bildhauer Lothar
Fischer gründen noch im selben Jahr die Gruppe "SPUR". Das erste
SPUR-Manifest und die SPUR-Grafikmappe mit 12 Radierungen der Künstler
und Texten von Asger Jorn, Hans Platschek und Conrad Westphal erscheint
1958. Die Gruppe "SPUR" ist von 1959 bis 1962 Mitglied der
"Situationistischen Internationale", einer kulturpolitischen Bewegung
von Architekten, Filmern, Künstlern und Schriftstellern. Die Gruppe
gibt 1962 das SPUR-Buch heraus, in dem die SPUR-Zeitschriften Nr. 1 bis
7 abgedruckt sind. Gemeinsamen Projekten der Gruppe "SPUR" mit der
Münchner Künstlergruppe "Wir" folgen. Ein Zusammenschluss unter dem
Namen "Geflecht" folgt, der sich mit den beginnenden
Studentenbewegungen 1968 wieder auflöst. Drei Gemeinschaftsarbeiten
1963 entstehen in Folge, an denen Zimmer beteiligt ist: Der SPUR-Bau
für die Biennale Paris, das Wandbild "Canal Crescendo" im Palazzo
Grassi Venedig und die Ausmalung eines Landhauses bei München.
HP Zimmer macht auf Reisen durch Italien die Bekanntschaft mit Enrico
Baj, Jean Dubuffet, Emilio Vedova und Graham Sutherland. Der Künstler
zieht sich 1967 aus allen Gruppen zurück. Er malt ein Jahr gar nicht.
Zimmer zieht 1973 von München nach Aschau im Chiemgau. 1982 wird Zimmer
an die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig berufen. HP
Zimmers Autobiografie erscheint 1984 unter dem Titel "Selbstgespräch".
Zimmer gründet 1986 das Institut für Dämonologische Ästehtik in
Braunschweig. HP Zimmer stirbt an einem Gehirntumor am 5. September
1992.